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Test Review: Skateshoe Nike Stefan Janoski SE

Sa. 05. Jul 2014, 22:16 Uhr | Redaktion | 1 Kommentar

Stefan Janoski ist entweder ein unglaublich begnadeter Desinger oder hatte einfach Glück. Denn sein Schuh zählt bei Nike Sb zum absoluten Dauerbrenner. Es gibt ihn in endlosen Farbvariationen und Materialien sowie als Low oder Hightop. Ob Herr Janoski jetzt Millionär ist und nur in der Sonne sitzt und Cocktails schlürft weiß ich nicht, dass es skatetechnich etwas ruhiger um ihn geworden ist kann man allerdings schon sagen. Das macht aber gar nichts, denn das restliche Nike Skateteam hat auch was drauf und fährt den Janoski rauf und runter. Hierzu sei nur Ishod Wair gesagt. Um etwas Abwechslung in die ganzen Blümchen, Desert-Camo und Tigerstripe Modelle zu bringen erschien vor kurzem die SE Version des Janoski. Hierbei werden die, vom Verschleiß gefährdeten Zonen, durch schicke Farbkontraste hervorgehoben! Dabei soll das hierbei verwendete, sogenannte „Hyperscreen“ Material nicht nur gut aussehen (obwohl es sogar leicht funkelt!), sondern in erster Linie für bessere Haltbarkeit und mehr Grip sorgen. Aber jetzt wird das Ganze erstmal getestet, denn die können uns ja viel erzählen…

und das macht Janoski so

Erster Eindruck

Grundsätzlich ist der Janoski ein relativ klassischer, schlichter Schuh, mit flacher Silhouette, nahtloser Zehenkappe und vulkanisierter Sohle. Wie immer bei Nike ist er absolut Top verarbeitet, keine Klebereste, keine unsauberen Nähte usw.

Zudem kann ich es nur wiederholen, das Design ist einfach gelungen! Mir erscheint die Hyperscreen Schicht an der Ollie Zone zwar unglaublich dünn, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie sie helfen soll, aber wir werden sehen.

Erstes Mal fahren

Ich hatte seit Jahren keinen Nike Schuh mehr am Fuß und so erwartete mich erstmal eine böse Überraschung: Aua, aua! Drückt, passt nicht, zu eng… Obwohl der Schuh von der Länge her sitzt, drückt er an den Seiten wie Sau. Das fühlt sich sehr ungewohnt und komisch an, da ich ansonsten noch in jeden Schuh gekommen bin und den Ausdruck „Plattfuß“ im Zusammenhang mit meinen zarten Quanten noch nie in Betracht gezogen habe. Aus diesem Grund wird es auch erstmal nichts mit Skaten „out oft he box“. Um meinen Füßen etwas Erleichterung zu verschaffen, nehme ich die Einlegesohlen heraus und watschel los. Das hilft schon mal ganz gut! Nach genau drei Tagen kann ich die Einlegesohle wieder reinlegen und skaten. Leider ist der Schuh ziemlich in die Breite gegangen, was ich nicht so toll finde!

Auch wenn mir nach der ersten Session die Haltbarkeit doch etwas Sorgen macht, denn für die relativ kurze Zeit hat sich schon ordentlich Material gelöst, haben der Schuh und mein lädierter Fuß sich wieder versöhnt. Denn der Grip ist sofort da, sogar perfekt! Es ist kein Aufrauen nötig und zu sehr „kleben“ tut er auch nicht! Außerdem ist das Boardgefühlt trotz der recht dicken Sohle auch sehr gut.

nach 10 Stunden fahren immer noch ganz passabel

Nach 10 Stunden

Mit der Passform habe ich nun leider in die andere Richtung Probleme. Denn der Schuh wird weiter und ich muss ihn relativ oft nachschnüren. Da ist es nicht drin das oberste Schnürloch frei zu lassen und ich kann schon gar nicht mehr glauben, dass der Mal zu eng war. Andererseits sind Grip und Boardgefühl so gut und der Schuh fährt sich so problemlos und perfekt, dass mich das kaum stört. Der Janoski macht es einem einfach! Tricks kommen sauber und kontrolliert - man baut sehr schnell Selbstvertrauen auf. Der Verschleiß war die erste Zeit recht heftig, wird aber jetzt auch nicht mehr mehr. Das Hyperscreen Material nützt so viel wie eine Schicht Leder an selber Stelle, trägt aber nicht so dick auf. Das Profil der Sohle hält sehr gut.

Nach 20 Stunden

Nach wie vor muss ich den Schuh ab und an nachschnüren, dadurch rutsche ich aber auch nicht im Schuh. Insbesondere der Grip begeistert mich. Das Boardgefühl ist sehr gut, kann aber nicht ganz mit einer dünneren Vulc-Sohle mithalten. Dafür hat man etwas mehr Dämpfung und Haltbarkeit. Das Hyperscreen Material ist toll, noch mehr begeistert mich aber das Leder und die Sohle! Es scheint unmöglich zu sein da ein Loch rein zu bekommen.

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis nach 20 harten Stunden...

Fazit

Vom Design abgesehen, scheint es mir kein Wunder, warum der Janoski so beliebt ist. Er ist einfach sehr gut zu fahren, Grip, Dämpfung und Boardgefühl sind sehr gut und führen zu sehr viel Boardkontrolle und somit Selbstvertrauen auf dem Brett. Zudem gibt es den Janoski in so vielen unterschiedlichen Ausführungen, dass er nie langweilig wird und man ihn immer wieder kaufen kann. Ganz nach dem Motto: Never change a running system! Ein Schuh für all diejenigen, die keinen Bock haben ständig neue Schuhe einfahren zu müssen und zu riskieren, dass das Skaten erstmal schlechter wird, aber trotzdem nicht immer nur ein, zwei Farben zur Auswahl zu haben. Etwas enttäuscht war ich allerdings von der Passform. Erst richtig eng und dann sehr schnell ausgeleiert. Ich bin den Janoski auch noch nach Beendigung des Tests gefahren und es war nicht der Verschleiß der mich zwang aufzuhören, sondern das Problem, dass der Schuh irgendwann keinen Halt mehr bot. Allerdings war das sehr spät und man kann sagen, dass er trotzdem die Lebensdauer anderer Schuhe übersteigt.

Komfort: Erst sehr eng, dann schnell ausgeleiert. 5 Punkte

Grip: Perfekt! 9,5 Punkte

Boardgefühl: Etwas dickere Vulc Sohle, viel Kontrolle. 8 Punkte

Haltbarkeit: hält sich nach anfänglichem hohem Verschleiß sehr gut. 8,5 Punkte

 

Der Testbericht wurde geschrieben von Philipp Saga.

und wer jetzt Bock auf den Schuh hat, der sollte sich hier umsehen....

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