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Une aventure á cinque - ein Reisebericht von Julius Lehmann

Mi. 28. Aug 2019, 20:49 Uhr | boardfreak | 0 Kommentare

Ab in den Süden! Frankreich, Italien und die Schweiz. Dieses Mal wagen wir es zu fünft. Die jüngste und lauteste Skatecrew besteht aus Melia (fast 3 Jahre), Paula und Jasper (beide 7 Monate) und bringt uns viel neue Erfahrung. Geplant ist dieses Mal unsere Best-of-Orte im Umkreis von 700km von Freiburg aufzusuchen. Vollgepackt starten wir früh morgens von Freiburg aus und genießen die Fahrt durch Frankreich. 45 Euro Strafe für 2 km/h zu viel warten nach dem Urlaub schon im Briefkasten. In der Camargue mündet der Fluss Rhône in das Mittelmeer und wir treffen auf 2 Flamingos, unzählige Pferde und Reisfelder, lange Sandstrände, große und kleine Möwen und ein Revival auf der besten Wasserrutsche für Melia. Ein Vorgeschmack auf den Sommer. Zum Sonnenuntergang begrüßt uns ein Otter. Es finden uns auch ein paar Skatespots.

Hippie Jump

hippie jump

Backside noseslide

backside noseslide

Frontside Boardslide

frontside boardslide

frontside 180 boneless

frontside 180 boneless

Polejam

polejam nosegrab

Ein kaputtes Zelt und defekte neue Comfort-Luftmatratzen machen die Nächte ungemütlich. Der nahe gelegene Decathlon in Arles verschafft aber Abhilfe. Die nächste Strecke geht durch die Cévennes, einem Gebirge mit steilen Schluchten, engen Steinbrücken und schönen Hochebenen. Bonne route! 

Am Ufer der Ardéche verbringen wir die nächsten Tage und genießen die Erfrischung im kalten Wasser. Obwohl es noch Nebensaison ist, tummeln sich ab mittags bereits hunderte Kanufahrer/innen auf dem Fluß. Allein oder in der Gruppe . Aus Europa und der ganzen Welt. Ein Greifvogel mit Fisch im Schnabel,  ein Chamäleon-Frosch, Grashüpfer, Eidechsen, Hornissen und Libellen schlüpfen auch vorbei. Der familiäre Campingplatz liegt direkt am Wasser, hat einen Pool für die Kleinen und Mülltrennung am Campingeingang. Der Tennisplatz und eine Steinmauer am Eingang lassen sich skaten.

Ollie

ollie

Boneless

straight boneless

Frisch gezapftes Bier kühlt uns abends runter. Zu unseren Zeltnachbarn zählt eine Horde 10jähriger mit ihren Betreuern Reptile, Magic, Turkey und Crocodile, die in einem Abenteuercamp Kanu fahren, Klettern und Umweltbildung lernen. Am Abschiedsabend grölen sie alle zu „Old Town Road“ von Lil Nas X mit.  Unsere schwäbischen Nachbarn machen hier jährlich ihren Familientreff und grillen frischen Fisch am Abend. Nachts wird ihnen leider eins der zwei frisch gekauften E-Bikes vom Platz geklaut. 

Bei Regen bauen wir die Zelte zusammen und packen das Auto. Je suis de l`eau. Die Strecke nach Norditalien durch und um die Ligurischen Alpen herum erinnert uns an ein altes Autorennen-PC-Spiel aus den 90ern. Durch einen Tunnel kommen wir an unseren Lieblingscampingplatz La Secca in Moneglia. Dort erwarten uns dieses Mal viele deutsche Urlauber und Sonnenschein. Auf einer schattig gelegenen Terrasse schlagen wir unser Lager auf. Und lernen gleich die Nachbarn Matilda (6 ), Lasse (4), Lulu (37) und Ulli (62) aus Schopfheim und Mischa, einen polnischen Münchner, kennen. Mit Bächlebooten und Eis kommen die Kinder schnell ins Spielen. Beim Baden im klaren Meer treibt die ein oder andere Feuerqualle an der Wasseroberfläche. Mit Zuversicht und Vertrauen wagen wir uns trotzdem bis zur Boje vor und planschen lange. Uns erwischt keine und wir haben Glück. Bei einem Ausflug zur nahe gelegenen Stadt Moneglia lässt die runde Pizza sich nicht finden. Dafür findet uns ein Brunnen zum Planschen und eine Mauer zum Droppen.

 

drop in

barefoot polejam to fakie

barefoot polejam to fakie

Focaccia, Boule, Wellenbrecher, bunte Sonnenschirme, Kinderplastik-Spielhäuser und nachts der große Wagen. An unserem letzten Abend werden wir überrascht von dem musikalischen Christian (führt den Campingplatz in 2. Generation), der „Ciao Bella Ciao“ und „Old Mc Donald has a farm“ auf Italienisch und zum Mitmachen zum Besten gibt. Ein tätowiertes Ehepaar vom Bodensee kommt seit 15 Jahren immer wieder und hat noch keinen besseren Urlaubsort gefunden. 

Auf dem Weg zurück nach Freiburg führen uns viele Tunnel an den Lago Maggiore in der Schweiz. Das Wasser teilen wir uns mit einem fauchenden Schwan und viel Treibholz. Und landen per Zufall im Nationalen Jugendsportzentrum Tenero CST und sind begeistert. Hier wird alles angeboten von Klettern über Tennis, Bogenschießen bis hin zu Skispringen ins Wasser und Skaten…

switch flip

switch flip

Den Wallie gabs dann da um die Ecke. 

Wallie

wallie

Zum Schluss bringt uns der Gotthard Tunnel durch die Berge wieder zurück nach Freiburg.

Julius Family

Skaten/Text: Julius Lehmann

Fotos/Text/Crew: Melia, Jasper, Paula und Carmen Völkle 

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