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adh-Open Wellenreiten 2018 - Finals - Nachbericht

Sa. 26. Mai 2018, 15:58 Uhr | Redaktion | 0 Kommentare

Alle Finale wurden am letzten Contesttag gesurft – Bei den Männern surften die gleichen Teilnehmer in den beiden Klassen

Am Mittwoch wurde der letzte Tag der adh-open Wellenreiten 2018 ausgetragen. „Perfekte Bedingungen“ erwarteten die Studierenden, wie Contest Director Uli Scherb betonte. Dies machte sich am Strand mit circa anderthalb Meter hohen Wellen und kaum Wind bemerkbar.

Zunächst wurden in der Kategorie Open Men die Viertel- und Halbfinale der Männer gesurft, um anschließend mit genügend zeitlichen Spielraum die Finale durchführen zu können. Am Strand war die zunehmende Anspannung sichtlich spürbar, sodass die Sportlerinnen und Sportler bereits vor dem jeweiligen Heatstart hochkonzentriert am Wasser standen. In diesen Durchgängen überzeugte besonders David Wenzel (Uni Kiel) mit einem Gesamtscore von 12,17. Nach den fünf Heats der Vorrunde stand gegen 10 Uhr fest, dass die beiden Wenzel Brüder sowie Nils Schulz (Uni zu Köln) und Johannes Rausch (HTW Berlin) im Open Men Finale gegeneinander antreten werden. Da sich alle vier Studenten bereits am Vortag für die Endrunde der Longboard Men qualifiziert hatten, konnte man die Starter in gleich zwei Finals surfen sehen.

Da auch bei den Frauen die Doppelstarterin Valeska Schneider (TU München) für beide Endrunden surfte, entschied Uli Scherb die beiden Geschlechter abwechselnd ins Wasser zu lassen, um so den Studierenden eine kurze Erholungspause zu ermöglichen. Im Vergleich zu den Vorrunden wurde ebenfalls die Heatzeit geändert, die mit nun 30 anstatt 15 Minuten den Druck die ideale Welle zu finden deutlich entschärfte.

Longboarding bei den Frauen

Den Anfang machten die Frauen mit dem Longboard. Bereits vor dem Heat herrschte unter den Teilnehmerinnen eine gute Stimmung, die auch in den Wellen zu sehen war. Marie-Theres Ott (SRH Heidelberg) sicherte sich zu Beginn eine Welle, die sie mit schönen Cross-Steps und Turns füllte. Im Laufe des Wettkampfes bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer diese Manöver in einer noch höheren Welle zu sehen und somit konnte Marie sich den Wellen-Top-Score mit 4,97 sichern. Doch auch Valeska Schneider konnte auf diesem Niveau mithalten und noch ausgiebigere Turns in gut ausgewählten Wellen fahren. Während die beiden Studentinnen sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, zeigte vor allem Nina Altenburg (Uni Wuppertal) Probleme bei der Platzierung im Wasser. Die Rostockerin Maike Schöneberg (Uni Rostock) konnte auch einige souveräne Manöver zeigen, letztlich fehlte jedoch der entscheidende Schliff. So konnte sich den Champ-Titel nach einem spannenden Finale schließlich Valeska Schneider sichern, die mit einer Wertung von 9,60 nur knapp vor Marie-Theres Ott mit 9,40 landete. Auf Platz 3 surfte sich Maike Schöneberg (6,23) gefolgt von Nina Altenburg (3,73).

Surfing wie es Spaß macht...

Anschließend konnten die Studenten erneut ihre Leistung zeigen und stiegen mit den Longboards in das Wasser. Bereits nach wenigen Minuten wurden die ersten Wellen gesurft und das hohe Niveau machte sich bemerkbar. Bei allen vier Surfern konnte man beeindruckende Manöver sehen, die mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 4 bewertet wurden, was die Härte des Wettkampfes noch einmal verdeutlichte. Letztlich lieferte David Wenzel eine auffallende Performance mit gut ausgefahrenen Turns, die ihn den Top-Score mit 6,53 für seine beste Welle einbrachte. Dieser Vorzug verhalf ihm zu dem Sieg in der Klasse Longboard Men, die er mit einer Gesamtwertung von 12,30 für sich gewinnen konnte. Knapp dahinter folgt sein Bruder, Julius Wenzel (Uni Kiel) der sich mit einer Wertung von 11,17 vor Nils Schulz (9,8) und Johannes Rausch (9,0) platzieren konnte.

Nach kurzer Erholung durften nun auch wieder Valeska Schneider mit den Open Women in das Wasser. Auch in dieser Kategorie konnten die Judges ihr Können unter Beweis stellen, denn aufgrund der vielen und guten Wellen war ein genaues Auge bei der Wertung gefragt. Etwas Schwierigkeiten mit der Positionierung im Line-Up zeigten Lina Kramer (Uni Kiel) und Anna Speier (Uni Mainz), die im finalen Heat jeweils nur drei Wellen surften. Im Vergleich dazu lieferte sich Valeska Schneider erneut einen spannenden Wettkampf mit Susanne Caroline Lücke (TU Clausthal), wobei sich letztere der Doppelstarterin geschlagen geben musste. Die Platzierung der Open Women sieht Anna Speier auf Platz 4 mit 3,30 Punkten, Lina Kramer surfte sich mit 6,27 auf einen Treppchen-Platz und Susanne Caroline Lücke gibt sich als Vize-Champ mit einem Score von 8,37 der Doppelsiegerin Valeska Schneider (10,2) geschlagen. Trotz dem sportlichen Ehrgeiz gingen die Studentinnen gemeinsam zum Strand zurück und zeigten einen außergewöhnlich fairen Umgang miteinander.

Diesen Fairplay-Gedanken konnte man auch bei den Männern beobachten, die mit einer fantastischen Unterstützung der Zuschauerinnen und Zuschauer in das Finale der Open Men starteten. Von den anfänglichen 137 Startern fielen die vier verbleibenden Studenten besonders auf, die sie Leistungen auf einem hohen Niveau zeigten. So wurde bei einem eintreffenden Set öfters zeitgleich gesurft, weshalb die Judges hochkonzentriert im Einsatz waren. Aufgrund der vielen schönen Turns und Cutbacks war letztlich auch die Wellenhöhe und der Flow wesentlich entscheidend. David Wenzel lieferte abermals eine beeindruckende Leistung und hat mit 7,77 Punkten das Höchstergebnis des Tages eingefahren. Dies führte ihn auch in der Klasse der Open Men mit einem Gesamtscore von 14,27 zum Sieg. Damit landete David erneut vor seinem Bruder, der mit 11,74 Punkten den zweiten Platz belegt und vor Nils Schulz (9,23) und Johannes Rausch (7,30) platziert ist. Damit surften nicht nur die gleichen Studenten in den beiden Men Klassen, sondern auch die endgültige Reihenfolge ist ungewöhnlicherweise dieselbe.

Traditionell werden die Platzierungen bei der Night auf the Champs bekanntgegeben, die am Donnerstag stattfinden wird. Erst dann wissen auch die Starterinnen und Starter wie sie abgeschnitten haben. Damit geht der Contest der adh-open 2018 offiziell zu Ende und die Studierenden reisen im Laufe des Samstags wieder in ihre Heimat, wo nach den Pfingstferien der Universitätsalltag wartet. Bis dahin können die Besucherinnen und Besucher in Seignosse noch Aktivitäten wie Spikeball oder Waterslide probieren und die Siegerinnen und Sieger gebührend feiern.

 

Pressetext: Laura Barton (Uni Köln)

Weitere Infos: https://www.facebook.com/adh.open.surfen

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