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Konzertreview: Anthony B im Jazzhaus Freiburg

Mo. 13. Sep 2010, 09:16 Uhr | Redaktion | 0 Kommentare

 

 

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„You have to be a rebel. But not to spread violence and brutality. A rebel with a message of peace and love and a better world“ - Großartige Worte von einem großartigen Künstler an einem großartigen Abend.

Letzten Donnerstag traf sich wieder einmal die gesamte Freiburger Reggaeszene im Jazzhaus um eine internationale Größe zu feiern. Nachdem in den vergangen Jahren immer wieder jamaikanische Artists im Jazzhaus zu sehen waren (u.a. Elephant Man, Yellowman & Eek-A-Mouse), stand dieses Mal mit Anthony B. einer der größten Reggae- und Dancehall-Stars auf dem Plan.

 

 

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Kaum im Jazzhaus angekommen stand die Backingband (fast) pünklich um 21:00 Uhr auf der Bühne, um die gespannte Meute mit einem Riddim-Mash-Up einiger bekannter Riddims anzuheizen. Anthony selbst, ganz in weiß gekleidet, wusste die Message auf seinem Shirt innerhalb weniger Sekunden umzusezten. TURN UP THE VOLUME war das Motto und in kürzester Zeit konnte im Jazzhaus kein Bein mehr ruhig stehen. Die endlos wirkende Playlist beinhaltete fast alle großen Tunes dieses einzigartigen Sängers. Von „World A Reggae Music“ bis „Police“, und sogar von Bob Marley („Soul Rebel“) bis Buju Banton („Not an easy road“).

 

 

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Doch die Party war an diesem Abend nicht Anthonys einziges Anliegen. So nutze er die Pausen zwischen den Tunes um seine Message von Gleichheit, Unabhängigkeit und Liebe zu predigen. Eines zu betonen liegt mir besonders am Herzen: Obwohl sich Anthony B. dem Glauben der Bobo Ashanti verschrieben hat (daher auch der Turban) war an diesem Abend nicht ein einziges Wort gegen Homosexualität zu hören. Die Bobo Ashanti, welche die Homosexualität als Sünde und falsch betrachten sind ein Teil der Rastafari-Bewegung und in den letzten Jahren immer mehr in die Kritik der westlichen Welt geraten. Es wurden sogar Einreiseverbote gegen Reggaeartists dieser Bewegung ausgesprochen. Anthony B. hat einen Weg gefunden seinen Glauben von seiner Musik zu trennen und somit ist die Resümee dieses Abends sehr positiv zu ziehen.

 

 

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Diese zwei Stunden Show sollte jeden Reggae-Fan überzeugt haben, dass es definitiv lohnenswert ist, dem Jazzhaus einen Besuch abzustatten, wenn Reggae auf dem Programm steht.

 

One Love 

 

 

 

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