boardmag.com
Partner von !krebomedia

Test Review: Longboard Rollen Powell Peralta G-Slides

Sa. 22. Apr 2017, 21:44 Uhr | Timotheus Kredel |

Test Review: Longboard Rollen Powell Peralta G-Slides

Der Hype geht einmal mehr los um die Produkte, die im Hause Powell Peralta hergestellt werden. In den letzten Wochen hatte ich die Powell Peralta G-Slides mit der SSF (Soft Slide Formula) testen dürfen und erzähl euch gerne von meinen Erfahrungen mit diesen Rollen:  

Daten:

  •           59mm groß
  •           40mm breit
  •           Abgerundete Kanten
  •           Großer Kern
  •           Soft Slide Formula
  •           85a Härte
  •           In drei Farben (rot, grün, weiß) erhältlich

Erster Eindruck

Saubere Verarbeitung ist ein Punkt, den Powell Peralta in den ganzen Jahren ihres Bestehens immer wieder einhalten konnten. Auch hier sind die Rollen absolut sauber verarbeitet und nicht mal der Aufdruck war schief auf der Rolle. Die erste Ausfahrt hatte mich dennoch überrascht: Für eine Rolle mit einem großen und breiten Kern, sowie einer Härte von 85a, ist das Fahrgefühl auch auf rauerem Asphalt und Pflastersteinen noch wirklich angenehm, erinnert eher an eine Urethanhärte von ca. 80a. Es befindet sich kein Stoneground-Finish auf der Rolle, sondern ähnlich der Skateboardrollen, eine gerillte Oberfläche mit Glanzschicht. Die ersten Slides hatten einige sehr komische Geräusche von sich gegeben, erinnerten an einen Reißverschluss, kleinere Checks erinnerten an das Niesen von Kindern. Das Gefühl war dennoch direkt da, wenn auch etwas ungewohnt zu Beginn. Der Rollspeed war sehr gut, Tempo wird schnell aufgebaut aber auch lange gehalten und auch schlechtere Bodenbeläge minimieren das Tempo nicht allzu stark.

Powell Peralta G-Slides

 

Slides

Nachdem ich die Glanzschicht samt Rillen runter hatte, was besonders, wenn man nicht sehr schnell fährt doch schon einige Sessions dauert, konnte ich mir einen Eindruck von der wahren Persönlichkeit der Rolle machen. Immerhin ist auch das Wort „Slide“ mit im Namen! Das Ausbrechen der Rolle geschieht sehr einfach, aber dennoch schön kontrollierbar und auch mit einem Gefühl für den Moment des Releases, in dem die Traktion nachlässt. Sobald man slidet, rutscht man aber auch wirklich. Anfangs habe ich einen leichten Release und einen starken Hookup vernommen, mittlerweile ohne Glanzschicht und Rillen habe ich einen sanften Release und einen sanften Hookup. Selbst bei Push-Tempo kann man die Rollen einen Meter oder länger quer stellen. An meinem Mini-Hang neben dem Dance-Spot konnte ich auch schon einige Meter ununterbrochen rutschen, ohne dass es sich eisig anfühlte, genial!

Powell Peralta G-Slides

 

Park

Auf dem glatten Asphalt vom Park machte die Rolle auch eine gute Figur, verhielt sich ähnlich wie breitere Skateboardrollen, federte den Aufprall nach einem Sprung gut auf. In der Holzrampe wirkte sie auch nicht wirklich rutschig, sondern hatte einen super Kompromiss aus Grip und Slip gegeben. Hat wirklich viel Spaß gemacht! Auch am Coping hatte man nicht das Gefühl , wie mit anderen breiten und weichen Rollen, hängen zu bleiben, wenn man ein wenig gerutscht ist, sondern hat ein gutes, wenn auch stärkeres, Feedback  wo sich die Rollen befinden. Auch auf Holz ist diese Rolle gut zu fahren, ohne zu rutschig zu werden.

Dancing

Auch, bzw. vor allen Dingen, habe ich diese Rollen unter meinem Alltagsbrett und Dancer gefahren. Bei einigen härteren Rollen hatte ich das Problem, dass mir die Rollen bei stärkeren Crosssteps unter den Füßen weg geeist sind. Unschönes Gefühl, aber bei diesen Rollen nicht vorhanden! Hier hat man so lange Grip, wie man es auch möchte, einige Slides konnten wunderbar eingebaut werden und der Rollspeed für die kleine Rolle war äußerst angenehm. Der Kern hat auch super standgehalten, keine Risse, keine Sprünge am Übergang zwischen Urethan und Kern, auch im Inneren wo die Kugellager und der Spacer sitzen, konnte nichts bemängelt werden.

Powell Peralta G-Slides

 

Fazit

Eine wundervolle Rolle für alle, die einen Allrounder haben, mit dem sie Tricks ziehen, Sliden, im Park fahren wollen, aber auch einfach von A nach B zum Skatepark fahren wollen, ohne auf Komfort zu verzichten. Die Haltbarkeit ist phänomenal, gerade einmal 1-2mm konnte ich in dem Monat trotz intensiven Slide-Einheiten und meinen strammen 100kg Körpergewicht (+ Klamotten) an den vielen warmen Tagen der Rolle rauben. Anfangs muss man noch ein wenig Geduld wegen der Rillen und der Glanzschicht aufbringen, wird aber mit einem super Slideverhalten im Nachgang belohnt. Auch der Preis ist mehr als angemessen für diese Rolle! Um 55€ liegt der Preis in den meisten Shops, dafür hat man aber auch sehr lange Spaß an und mit diesen Rollen.

 

Bericht: Fabian Arens

Fotos: Marcel Lührs

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Bild des Benutzers Gast

Type in the adjacent number to solve the CAPTCHA: 9395

Longboard Reviews Feeds