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Test Review: Longboard Rollen NORTH BEST CO. Line Up

Mi. 05. Okt 2016, 16:54 Uhr | Timotheus Kredel | 0 Kommentare

Test Review: Longboard Rollen NORTH BEST CO. Line Up

Vielen ist die schwedische Boardmarke Urskog ja schon länger ein Begriff.
Jedoch bauen die Schweden nicht nur sehr schöne Bretter:
North Best Co. heißt das neueste Erfolgsrezept der Skandinavier, mit dem sie in den Rollen-Markt einsteigen möchten!
Uns haben die Jungs einen Blick auf Ihr Komplettes Line UP werfen lassen.

North Best Co. 55mm „Smooth Daily“:

Zu den Specs:
 

  •          Höhe: 55mm
  •          Breite: 32mm
  •          Härtegrad: 78a (Wie alle North Best Co. Rollen)
  •          Kern Sitz: Sideset
  •          Glanzschicht (Die Rolle ist nicht vorher eingebrochen)
  •          Abgerundete Kanten

Das erste Eindruck:

Rollen in dieser Größe kennen viele nur aus dem Skateboard Bereich.
Hierbei denke ich, dass sie für diesen Bereich genau die Richtigen sind, wenn man mit einem kleineren Brett mal schnell zum Einkaufen möchte oder in den Skatepark pushen will. Die Rolle ist sehr hochwertig verarbeitet und macht direkt den Eindruck, dass man sehr viel Spaß mit ihr haben wird. Lediglich die Glanzschicht schreckt einen davor ab, gleich beim Cruisen einen Slide beim „Ancarven“ zu probieren.

Neben schönen Frauen gibt es in Schweden auch schöne RollenNeben schönen Frauen gibt es in Schweden auch schöne Rollen

Das Fahren der Rolle:

Als ich die Rollen auf mein Minisugar geschraubt habe und anfing zu pushen fiel mir direkt auf, dass die Rollen sehr schnell beschleunigen und das Tempo auch einige Zeit halten können, anders als bei anderen Rollen. Auch die Unebenheiten des Untergrundes tarierten die Rollen sehr gut aus. (Lediglich Geäst und Steine sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, da bei einer geringeren Rollengröße die Wheels schneller blockieren können!)
Besonders gut gefiel mir bei der Größe der Rollen (wie auch bei schon stark runtergefahrenen Rollen),dass die Gefahr eines Wheelbites bei null liegt, was besonders gut für Skateboard/Longboard Hybriden ist, die nicht viel Platz zwischen Deck und Achsen haben.

Die ersten Slides:

Wie schon im ersten Eindruck erwähnt, hatte ich anfangs etwas Bedenken wegen der Glanzschicht bei den Rollen. Ich hatte allerdings gleich etwas mehr Schwung genommen und bin von Anfang an Stand-Up gefahren. Das Einbrechen der Rolle stellte absolut keine Probleme dar und ich kann mir auch gut vorstellen, dass man auch bei weniger Speed nicht viel davon merken wird. Was mir allerdings sofort auffiel war, wie rutschig die Rolle ist. Auch nach 2-3 weiteren Slides machte sich dies bemerkbar. Dies würde ich verglichen mit einer Remember PeeWee allerdings komplett ohne das „ICE-ige“ Gefühl beim Rutschen. (ICE-Rollen = Fahren sich wie Rollen im Regen)
Allerdings muss ich sagen, dass das sehr stark rutschige Gefühl nach mehreren Slides geringer wird, jedoch die Länge der Slides davon nicht beeinflusst sind.

Freestylen:

Was direkt Positiv auffällt ist , dass durch ihre kleine Größe und dem daraus folgendem Gewicht sich sehr leicht durch die Luft wirbeln lässt.
Bei großen Rollen gibt es oft das Problem, dass man durch das hohe Gewicht das Brett nicht wirklich in die Luft bekommt oder nur mit viel Kraft.
So lassen sich schnelle Manöver wie Kickflips und Shouv-It Slides sehr leicht bewältigen.
Auch durch die schnelle Geschwindigkeitsaufnahme lassen sich Skatepark/Skateboard ähnliche Trickketten leicht bewältigen.

Freeriden:

Wie schon gesagt sind die Rollen sehr rutschig, jedoch stellt dies beim leichten Carven keine Probleme da! Was allerdings auch auffällt ist, dass die Rollen nach ein paar Metern bergab kein Tempo mehr aufbaut! (Was an der Rollengröße liegt)
Auch ein Manko in meinen Augen, ist hierbei die geringe Lebenszeit der Rolle, welche sehr kurz ist.
Allerdings fährt sie sich sehr gleichmäßig ab, trotz des Sitzes der Kugellager, so bekommt ihr wirklich fast alles an Urethan herunter gefahren.
Sehr schön sind hierbei die starken weißen Thane Linien, die hinterlassen werden!

Kleine Rolle, großer Spaß
Kleine Rolle, großer Spaß

Für Wen ist die Rolle das Richtige?

Ich finde die Rolle besonders gut für Slideanfänger, die einen schnellen Start haben möchten und auch schnell die ersten Erfolgserlebnisse haben möchten. Besonders wichtig ist zu erwähnen, dass ich keinerlei Ovalisierung oder Anfälligkeit für Flatspots bemerkt habe.
Auch Freestyler oder sogar Dancer werden hier richtig bedient, wenn sie über die Stockfalle mit der geringen Größe hinweg sehen.
So können zum Beispiel schnelle „Step“ Folgen vollzogen werden, ohne ständig nachpushen zu müssen.
Jedoch das wichtigste finde ich, die Einsatzmöglichkeit als Cruiser Rollen für Skateboards!

Auch für Skatetricks sind die Rollen geeignetAuch für Skatetricks sind die Rollen geeignet

Dies bringt mich nun auch zu meinen Fazit:

Ich finde die Idee hinter einer Rolle die zum entspannten Cruisen mit einem Skateboard herhalten soll sehr gut, da es auf dem Markt Vergleichbares bislang nicht gibt.
Wie im letzten Absatz bietet die Rolle für alle Einsatzzwecke ein hohes Potenzial.
Wenn man über die geringe Lebenszeit hinweg schauen kann, würde ich die Rollen besonders für Slidejams empfehlen aufgrund der Möglichkeit lächerlich lange Slides machen zu können, ohne Gefahr zu laufen rauszueisen und aufgrund des fast nicht vorhandenen Kickouts braucht ihr hier nicht einmal mit den Armen zu arbeiten.

 

Bericht: Ronald Gudd

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