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Test Review: Longboard Pogo Caracal

Di. 13. Jun 2017, 14:53 Uhr | Timotheus Kredel |

Test Review: Longboard Pogo Caracal

Die Firma Pogo sollte mittlerweile fast jedem ein Begriff sein. Ob Snowboards oder Longboards, die Jungs aus Löwenstein liefern bei jedem ihrer Bretter eine hammer Qualität ab. Ich habe mir das Pogo „Caracal“geschnappt, um zu testen, ob auch dieses Board hält, was es verspricht.

Facts:

  •          97 cm lang & 25,5 cm breit
  •          1,9 Kilo Gewicht
  •          Wheelbaseoptionen von 60-64 cm
  •          Mit einer Urethankante verstärkt
  •          Mit Holzfurnier veredelt
  •          15 mm Concave
  •          Mit einer Titanal Lage verstärkt
  •          Das Brett ist Stiff

 

Qualität & erster Eindruck:

Zu erst einmal muss gesagt werden, dass ich kürzere Bretter und Wheelbases bevorzuge, da ich relativ kurze Beine habe. Daher ist meine Kritik an der Länge des Brettes nur persönlich, aus meiner kurzbeinigen Sicht, und nicht gegen das Brett oder die Qualität im Allgemeinen.

Das Furnier lässt das Brett extrem edel wirken

Direkt nach dem Auspacken war ich von der hervorragenden Qualität des Brettes überzeugt. Das Holzfurnier wirkt extrem edel. Das Brett macht einen schlichten, aber gleichzeitig edlen Eindruck. Qualitativ und optisch kann ich keine Mängel feststellen, das Grip ist sauber aufgezogen, die Urethankanten sind auch frei von Kratzern und Bläschen.

Der erste Eindruck hat mich direkt überzeugt, die Qualität ist Pogo typisch exzellent und lässt keine Wünsche übrig. Ob die schöne Optik nur Fassade ist oder das Brett hält, was es verspricht, wird sich im Praxistest zeigen.

Cruisen & Commuten & Freestylen

Ich habe das Board auch in seinem täglichen Gebrauch getestet und war positiv überrascht, wie gut sich ein eigentliches Downhillboard doch schlägt.

Durch das geringe Gewicht von nur 1,9 Kilo ist das Board schön leicht und wirkt nicht klobig, wie es bei manch anderem Board der Fall ist. Durch das funktionale Kicktail und die kleine Nose hat man die Möglichkeit auch mal locker einen Bürgersteig runter zu springen, oder den ein oder anderen Flip zu machen.

Durch die Urethankante ist das Board gut geschützt, sollte es doch mal auf der Seite landen oder einen Bordstein küssen. Auch die Grafik bzw. das Furnier kann einiges ab, sieht leider aber nicht mehr so schön aus, wenn es dann doch Kratzer bekommt.

Lediglich die Länge ist mir negativ aufgefallen, dadurch wird das Board leider etwas träge und auch die Ollies rutschen nicht mehr ganz so leicht vom Fuß.Vielleicht ist es etwas für die Größeren Skater unter euch mit einer größeren Stance?

Man merkt zwar, dass das Caracal eigentlich ein wildes Tier ist, welches in die Berge will. Jedoch lässt es sich auch zu einem süßen Kätzchen zähmen, wenn man weiß, wie man es behandelt.

Freeride & Downhill:

Hier kommt die Wildkatze im Caracal durch und das bekommt man als Fahrer zu spüren.

Durch die 15 mm Concave hat man einen guten seitlichen Halt bei Sildes. Vorne habe ich mir einen Footstop installiert, was leider die Funktion der Nose einschränkt, jedoch gerade beim Downhill eine extra Portion Halt bringt. Durch den tiefen Rocker steht man fest im Brett und droht nicht, zu Seite wegzurutschen

Durch die Länge und die lange Wheelbase läuft das Brett sehr stabil und ruhig. Man hat absolut keinen Flex und auch keine Torsion. Leider wirkt das Brett durch die Länge etwas träge.

Ich finde das Brett bzw. die Wheelbase ist etwas zu lang, man braucht eine lange Stance, um richtig in den hinteren Flares eingelockt zu stehen. Daher habe ich mir vorne den zusätzlichen Footstop installiert. Für meinen Geschmack könnte das ganze Brett ein Tick kürzer und komprimierter werden, jedoch habe ich auch eine relativ kleine Stance. Ich bin auch auf der kleinsten Wheelbase gefahren.

Die Wheel Flares sind richtig portioniert, um nicht zu aufdringlich zu wirken, aber gleichzeitig auch nicht unfunktional zu sein, also genau richtig.

Die „Wildkatze“ ist gar nicht so wild, wie ihr Name behauptet. Sie ist ehr verspielt und möchte liebevoll beim Freeride bewegt werden. Das Brett ist als Freerider konzipiert, und nicht als rein rassiges Downhill rinde, hier hat Pogo andere Bretter im Sortiment, die besser geeignet sind

Fazit:

Man bekommt das, was man von Pogo erwartet, ein spitzen Brett mit überragender Qualität zu einem extrem fairen Preis, was auch noch extrem schick aussieht. Zudem bekommt man die lebenslange Pogo Garantie auf das Brett.

Das „Caracal“ ist eine verspielte, smoothe Wildkatze, die gerne schnell bewegt wird, sich aber beim Freeriden am wohlsten fühlt. Hier ein Ollie, da ein Flip oder ein Manual, das ist, wofür das Brett gemacht ist und das kann es auch.

Lediglich die Länge von fast einem Meter ist meiner Meinung nach etwas zu lang, 90cm hätten es voll und ganz getan meiner Meinung nach. Aber das ist ja glücklicherweise Geschmackssache…

Wenn ihr also ein relativ langes Brett zum Freeriden und ein wenig tricksen sucht, mit dem ihr smooth den Berg runterfahren könnt, welches schick aussieht und auch qualitativ überzeugt, seit ihr mit dem „Caracal“ bestens bedient!

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