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Test Review: Longboard Moonshine Rum Runner

Do. 21. Jul 2016, 15:16 Uhr | Timotheus Kredel | 0 Kommentare

Test Review: Moonshine Rum Runner

Nachdem schon das Moonshine Hooch im Test war, habe ich mir nun das Rum Runner geschnappt und habe es ausgiebig getestet. Im Gegensatz zum Hooch wurde hier auf Schnickschnack verzichtet und es ist ein klassisches Downhill Brett: kurz, breit und kompakt.

Facts:

  •          89 cm lang und 25 cm breit
  •          Wheelbase Optionen von 59,7 cm bis zu 67,3 cm
  •          Umrandet mit einer 60D Urethan Kante
  •          Kommt mit Roam Grip
  •          Micro-Drop-Rocker Concave
  •          Vertikal verleimter Holz Kern
  •          Asymmetrisches Shape

 

Das Rum Runner im Test:

Ich bin das Brett mit Arsenal CNC Trucks mit 47/42 grad und verschiedenen Rollen gefahren.

Qualität:

Über die Qualität brauche ich nicht viel sagen, sie stimmt einfach. Wie jedes der Moonshine Bretter hat das Rum Runner einen vertikal Laminierten Holz Kern um Gewicht zu sparen. Das Holz wird durch mehrere Glasfaserschichten verstärkt und das Brett wird dadurch komplett stiff. 

Um die Kanten zu schützen, haben die Moonshine Jungs ihren Brettern allen eine Urethankante verpasst, welche die meisten Einschläge und Kratzer schluckt. Auch nachdem mein Board mehrmals den Bordstein geküsst hat, oder irgendwo drüber geschliffen ist, hält die Urethankante und man hat keine Einschläge bis ins Holz. 

Ein Aspekt, mit dem Moonshine wirbt, sind ihre wasserdichten Bretter. Das kann ich bestätigen. Ich habe den Härtetest gemacht: ich habe das Brett sowohl geduscht, bin an einem verregneten Tag durch jede Pfütze auf meinem Weg gefahren und das Brett lässt trotzdem keine Mängel erkennen - nur meine Kugellager sind nun hinüber. Einer Regensession steht also nichts mehr im Weg.

Dank Urethan Kante ist das Board gut geschütztDank Urethan Kante ist das Board gut geschützt

 

Downhill/Freeride:

Da das Board zum cruisen absolut ungeeignet ist, spare ich mir diesen Teil und gehe lieber auf den eigentlichen Einsatzort dieses Bretts ein, den Berg:

Das Board ist mit seinen 25 cm ziemlich breit, was mir aber mit Schuhgröße 46 entgegen kommt. Anfangs war ich über die Breite ziemlich erschrocken, aber nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und ich komme nun damit gut klar.

Dank der dicken Wheel Wells konnte ich das Board mit der Arsenal und einem viertel Zoll Riser gut mit 70 mm Rollen fahren, ohne bei meinen 80 Kilo Angst vor Wheelbites zu bekommen.

Man steht gut eingeloggt auf dem Brett, aber es ist relativ vorgegeben, wo man stehen muss. Vor den Achsen ist das Brett mit Microdrops ausgestattet, diese halten einen gut auf dem Brett, verkürzen die Fläche für die Füße aber auch. Man ist schön nach hinten und vorne abgesichert und braucht auch ohne Footstop keine Angst haben wegzurutschen.

Das Concave ist mittelstark ausgeprägt, nicht zu viel und nicht zu wenig, auch bei höheren Geschwindigkeiten steht man sicher auf dem Brett.

Das Concave ist für Freeride sehr angenehm, man steht eingeloggt und hat trotzdem keine Schüssel unter sich, in der man seine Füße nicht mehr bewegen kann. Durch die Kürze des Boards ist man auch schön wendig unterwegs.

Ein tiefer Rocker sorgt für guten HaltSicherer Stand durch tiefen Rocker

 

Fazit:

Entweder man liebt das Brett, oder man hasst es. Für manche ist das Brett einfach zu breit, für andere genau das, was sie immer gesucht haben.

Für mich ist das Brett perfekt und ich liebe es, da ich sehr große Füße habe, macht mir die Breite nichts. Es hat genau die richtige Portion Concave und dank der Microdrops steht man sicher. Mit 89 cm ist das Brett schön kurz und bringt ein wenig Wendigkeit in das Ganze, daher ist man trotz der Breite mobil.

Der einzige Nachteil ist die kurze Standfläche für die Füße, da das sowieso schon kurze Brett durch die Drops noch mal verkürzt wird.

Empfehlen kann ich das Board jeden, der auf breite Boards steht und ein kompaktes Freeride und Downhill Brett sucht. Das Board kommt ohne viel Schnickschnack daher und möchte nur den Berg runter geprescht werden.

Ich würde Euch raten, vor dem Kauf auf dem Board Probe zu stehen, um zu sehen, ob die Breite wirklich das Richtige für euch ist. Mit 200 Euro ist das Board im oberen Preissegment einzuordnen, aber man bekommt für den Preis Einiges und das Board ist sehr strapazierfähig, daher ist der Preis durchaus gerechtfertigt.

 

Ihr sucht noch das passende Board für euch ? Schaut doch gerne im Boardshop vorbei 

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