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sicher unterwegs in 2016 - Downhill Etiquette

Di. 08. Dez 2015, 20:46 Uhr | Markus Knoblechner | 1 Kommentar

Im offenen Straßenverkehr mit bis zu über 90 Sachen eine Straße runterheizen - das wohl beste Gefühl auf dem Longboard. Dabei ist es beim Downhill Skaten sehr wichtig, dass man nicht nur sicher auf dem Brett steht, sondern auch ein paar kleine Anstandsregeln im Kopf hat. 

Viele die bereits langjährig auf dem Brett unterwegs sind, wissen bereits sehr gut bescheid. Für all die viele Downhill Anfänger da draussen, haben wir trotzdem ein paar Regeln notiert.

1) Kenne den Spot
Das wichtigste ist wohl die Straße zu kennen. Damit meinen wir Eckpunkte wie Straßenverlauf, Asphalt, Straßenkreuzungen oder Ein- & Ausfahrten. Wichtig auch das man gerade im Frühjahr und im Herbst die Straße zu Beginn einmal mit dem Auto abfährt, um etwaige Straßenverhältnisse, wie nasse Stellen oder Kies, zu erkennen. Achte auch auf Schlaglöcher, Asphaltwechsel und schwer einsichtige Stellen.
Oben drein hilft ein gemütlicher Warm-Up-Run den Boden und sein persönliches Slideverhalten zu testen!

Downhill Etiquette

2) Helm
Also, dass man ohne Helm nicht auf das Longboard steigt und damit einen Berg herunter fährt, braucht man wohl nicht zu erklären. Eine Halbschale sollte es mindestens sein. Besser ist es allerdings wenn man daran denkt, dass man beim "ballern" einen Vollvisierhelm aufzieht, die den ganzen Kopf und Nacken zu schützen. 

3) Fahrspurtreue
Die Amis sprechen von "Stay in your lane"! Gemeint ist damit die Fahrspurtreue, also das halten deiner Linie. Sei dir bewusst, dass es neben dir auch noch andere Verkehrsteilnehmer gibt mit denen du die Straße teilst. Wer auf seiner Spur bleibt, minimiert das Unfallrisiko. Macht doch auch Sinn, als Autofahrer bleibt man schließlich auch auf seiner Fahrbahn.

 

4) Überschätze dich nicht
Sei dir selbst immer über dein Fahrkönnen bewusst, passe also deine Geschwindigkeit an dein Können an. Kaum etwas ist schlimmer, als als unbeholfen bei +60k vom Brett abspringen zu müssen, weil du nicht weißt, wie du damit umgehen musst. Steigere deinen Topspeed langsam und lerne dich selbst und dein Setup genau kennen.

5) Such dir Spotter
Ein Spotter ist jemand, der dir bei unübersichtlichen Kurven ein Zeichen gibt, ob Gegenverkehr kommt oder die Straße "frei" ist. Man wird bei seinem Spots immer wieder auf diese Stellen stoßen, daher macht es Sinn hier jemanden abzustellen. Macht euch euere Zeichen sehr gut aus, um keinesfalls irgendetwas falsch zu interpretieren oder zu verwechseln. 
Ausserdem sehr beliebt - Walkies. Dabei sind der Skater und der Shuttle-Car immer verbunden und der Skater kann Zeichen empfangen. Shuttle-Car am besten vorne losschicken und ausserdem im Sichtfeld für den Skater bleiben.  

 

6) Gemeinsam machts mehr Spaß
Skaten allein ist langweilig. Meist hat man es dabei auch sehr schwer, wieder auf den Gipfel hoch zu kommen, wenn man keinen Kumpel hat der das Shuttle macht. Schaut das ihr euer Auto voll bekommt, dann sind immer genügend Leute für das Spotten dabei und ihr könnt euch auch beim Shutteln abwechseln. 

7) ask the locals – skate with locals
Bei Tip Nummer 1 haben wir den Spot angesprochen. Und wer kennt den besser als die Locals? Also macht euch immer schlau, wer in der Gegend bereits am Skaten ist/war und fragt nach, wann die beste Zeit zum Skaten ist oder wo gefährliche Stellen zu beachten sind. Ausserdem habt ihr gleich noch einen weiteren Skater bei euch im Auto, und wie schon gesagt, macht es gemeinsam doch einfach auch mehr Spaß. 
Gut das es hier Facebook gibt, wo man fast in jedem Ort oder Stadt jemanden finden kann, der die Spots skatet. Die Locals werden es dir auch danken, wenn man in Zukunft weiter gemeinsam skaten kann und der Spot nicht durch unvorsichtige Gäste zerstört wird.

8) Windschatten & Überholen
Wer schon mal bei einem Rennen teilgenommen hat, der weiß wie geil sich Windschatten fahren anfühlt. Dabei kann man sich förmlich an den Vordermann saugen. Aber vorsicht, beim "Draften" im offenen Straßenverkehr. Hier ist es besser nicht zu überholen, sondern lieber ein wenig aus der Tuck gehen (Airbrake) und dem Vordermann wieder ein wenig Abstand zu geben. Auf manchen Spots kann man aber auch im offenen Verkehr überholen. Hier solltet ihr euch immer bemerkbar machen, wie etwa mit euren Slidepuks ein paar Mal klopfen. So weiß der Vordermann das jemand direkt hinter ihm ist und auch vorbei möchte. 

boardmag_stay_in_your_lane.png

9) nicht rumtrödeln – auch wieder weiterziehen
Nicht jede Straße eignet sich um viele unzählige Male von oben runter zu heizen. Manchmal ist es besser, den Traum Spot auch nur ein oder zweimal zu skaten und sofort wieder weiter zu ziehen. Es kann immer wieder vorkommen, dass Anrainer der Spaß nicht so gefällt und schnell die Poizei kommt. Hierfür gilt, Straße skaten und so schnell wieder abziehen wie man gekommen ist. 
Aber auch bei Spots, bei denen das Ganze womöglich nicht so stressig ist, solltet ihr nicht rumtrödeln.

10) aufräumen
Gut, das wir das hier erwähnen, ist hoffentlich überflüssig. Aber wir wollen es euch noch einmal im Kopf verankern. Nehmt euren Müll mit! Gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist es sehr einfach alles wieder mit zu nehmen und zu Hause in den Müll zu werfen. 

So weit unsere Gedanken zur Downhill Etiquette. Sollte euch noch etwas Wichtiges einfallen, einfach bescheid geben. Achtung! Unsere Tips sind keine Versicherung für das Vermeiden von Unfällen! Be carefull and respectfull out there!

 

Kommentare

Kommentare

    Vielleicht noch ein paar Infos zum Umgang mit walkie talkies? Die Möglichkeit damit falsche Sicherheit vorzutäuschen ist enorm wenn man sie nicht gescheit nutzt...

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