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Longboard Wiki 6: Longboard Achsen und Bushings

Mi. 09. Jul 2014, 17:39 Uhr | boardfreak |

Longboardachsen sind Reverse Kingpin Trucks, das heißt, der Kingpin sitzt schräg in der Achse und zeigt nach außen, bei der normalen Skateboardachse nach innen. Durch die beschriebene Stellung ist die Achse wesentlich drehfreudiger und reagiert schneller als normale Skateboardachsen.

 

Wichtig für die Achsmontage ist einfach, daß immer der Pivot der Achse (der Gummi, in dem der Drehpunkt des Hängers liegt) außen liegt. So wird immer ein falsches Achsmontieren verhindert.

 

Für die richtige Achsauswahl wird immer nach dem Einsatzbereich unterschieden:

 

Pool/Pipe/Retro Decks : hier werden häufig „normale“ breite Skateboardachsen mit normalem Kingpin verwendet. Besonders beliebt sind hier breite Independent, Thunder oder Gullwing Trucks. Da die Boards meist über 9“ breit sind, eignen sich hier vorwiegen Achsen in Breite 149 oder mehr.

 

 

 

Indy Trucks....die beliebtesten Pool/Hybrid Board Trucks und vor allem: auch zum normalen Skaten geeignet!

 

Hybridboards, Cruiser, teilweise auch Downhill Boards: also Boa

rds mit einem Kicktail oder Boards, die hart eingestellt sein müssen, fahren sich ebenso gut mit normalen Skateboardachsen. Soweit es sich um Hybrid Boards ohne extremen Einsatzbereich (Downhill) oder Hybrid-Cruiser handelt, werden auch gerne die Achs-Arten gemischt, also eine Longboardachse (z.B. Paris) und eine Standardachse (z.B. Independent) montiert. Zu beachten ist hier, daß die steifere Standardachse aus Stabilitätsgründen vorne liegen sollte.

Wird das Hybridboard auch für den Tageseinsatz verwendet, bieten sich Standardachsen bei Vorliebe von Tricks an, Longboardachsen zum Cruisen.

 

Grundsätzlich gilt:

- je größer der Baseplate/Pivotwinkel, desto drehfreudiger die Achse. Bei Slalomachsen tendiert der Winkel zwischen 50 und 60°, bei Speedtrucks ist der Winkel eher zwischen 30 und 40 °.

- jede Achse sollte bei Retro/Pool/Pip oder jedem anderen Top Mount Board ohne Cutouts (Ausfräsungen des Deckrandes für die Wheels, damit es nicht zu Wheelbytes kommt) direkt mit der Deckbreite enden. Nur so wird bestmögliche Stabilität erzielt.

- Der Abstand Deck zu den Rollen sollte groß genug sein, damit es nicht zu Berührungen (Wheelbytes) kommt.

 

Ein super Beispiel und die perfekte Erklärung zeigen Randal Trucks auf ihrer Seite. Hier könnt Ihr die unterschiedlichen Winkel perfekt sehen und wisst, worauf Ihr achten müsst.

 

Wir danken der Fa. Randal für die Bereitstellung dieses Bildes!

 

Damit das verhindert wird, werden Riser Pads eingesetzt. Diese können aus Gummi (ebenfalls zur Stoßdämpfung gedacht und gemacht) oder Hartplastik bestehen, einen Winkel haben (Anglepads) oder eben nur gerade sein (Riser Pads). Wichtig ist nur, daß auf keinen Fall zu hohe Riserpads eingesetzt werden, da die Stabilität des Boards darunter leidet und das Pushen unangenehm wird.

 

Normale Riserpads: gerade Riserpads, deren Höhe an die Rollengröße angepaßt werden sollte. Hier gilt, daß das Board auf keinen Fall bei starker Kurvenlage die Rolle berühren sollte

 

Anglepads, üblich in 5 oder 11°: diese werden außer zur Abstandvergrößerung Rolle-Deck auch zur Beeinflussung des Lenkverhaltens verwendet.

- je größer der Anglepad-Winkel, desto stärker die Neigung der Achse. Bei Montage der Keilspitze (dünnen Seite des Anglepads) nach außen und somit deutlicher Frontneigung der Achse, wird ein besserers und direkteres Lenkverhalten bewirkt.

- je kleiner der Anglepad-Winkel, desto träger die Achse.

- in der Extremform wird das Anglepad einfach umgedreht, also mit der breiteren Seite nach außen mit einem Achsneigungswinkel nach innen. Folge ist eine absolut träge Achse.

 

Auch hier wieder ein perfektes Beispiel, diesmal von Bolzen Trucks, einer deutschen Hardware Company, die sich auch die perfekten Montagesätze, Pads etc. konzentriert...seht selbst. Wir schwören auch drauf...

 

Die unterschiedlichen Pads im Überblick

 

Direkter Einfluß auf die Lenkung: die Härte der Bushings (Lenkgummis).

 

Die Bushings sind das Kernstück der Achsen. Ihre Veränderung wirkt sich sofort auf das Fahrverhalten aus. Die Auswirkungen sind hier genauso wie beim normalen Skateboard: weiche Lenkgummis lenken leichter, harte sind stabiler und lassen sich schwerer lenken.

 

Im Longboard-Cruising-Bereich werden überwiegend Cones (konisch zulaufende Lenkgummis für eine bessere Lenkfähigkeit) verwendet. Hierbei gilt: je mehr Cones eingesetzt werden, desto lenkfreudiger ist das Board. Also: Cones sind perfekt für ein drehfreudiges Board oder zum Pumpen.

In der Regel werden Cones oben montiert, der untere Lenkgummi ist ein normaler Bottom-Bushing, also ziemlich gerade und ohne Winkel.

Der Bottom/Barrel Bushing ist ein vollkommen gerade zulaufender Lenkgummi, der eine hohe Stabilität aufweist und die Lenkfähigkeit einschränkt. Er eignet sich perfekt für ruhige Fahrten, perfekte Stabilität und natürlich zur Optimierung des Fahrverhaltens vor allem beim Downhillfahren.

The Wedge“ ist ein spezieller Lenkgummi für Speed Junkies. Er ist auf hohe Geschwindigkeiten und Freerinding ausgelegt, das hart ans Limit geht. Das Riden mit hohen Neigungswinkeln ist kein Problem, die Stabilität wir auch am Speedlimit gewährleistet.

 

Bloodorange sind die Lengummis, die wir bevorzugen...Sie bieten alles und haben eine Top Qualität, d.h. die Lenkgummis quietschen oder brechen nicht....Hier sollten keine Kompromisse gemacht werden.

 

 

Die Bushings-Arten Cone – Bottom/ Barrel – The Wedge

 

Cruising und Carving: entweder oben und unten Cones mit der schmalen Seite nach oben/unten oder ein Bottom/ Barrel-Bushing unten und ein Cone oben.

 

Downhill: hier wird aus Stabilitätsgründen häufig eine Kombi mit 2 harten Bottom/Barrel Bushings oder eben mit Wedge Bushings gefahren.

 

Und das nächste Mal gibt’s dann den Ausblick auf die Longboardwheels...

Longboard Wiki 1: Was muss ich beim Longboardkauf beachten?

Longboard Wiki 2: Was ist Longboarden und woher kommt es?

Longboard Wiki 3: Fahrtechniken des Longboardens

Longboard Wiki 4: Material, woraus besteht das Longboard?

Longboard Wiki 5: Longboard Arten und Montageformen

Longboard Wiki 6: Longboard Achsen und Bushings

Longboard Wiki 7:Longboard Rollen und Montage 

Und Longboard Shoppen könnt Ihr wie immer im Boardshop 

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