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| Nippon Powder: Snowboarden in Hokkaido (Japan) |
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| Geschrieben von Jan Sallawitz | |||||
| Freitag, 07. April 2006 | 1585 mal gelesen | ||||
Seite 1 von 3 Sicher, der Winter war in diesem Jahr von reichlich Schnee gesegnet. Direkt vor der Haustür türmte er sich schon im Dezember meterhoch. Trotzdem: der Plan dem Mythos vom legendären Hokkaido-Powder auf die Spur zu kommen war schon lange gefasst. Gerüchte von wahren Massen an Schnee, die regelmäßig Japans Nordinsel unter sich begraben sowie Erzählungen von lichten Birkenwäldern in denen der Powder bis zu den Wipfeln reicht, geisterten schon viel zu lange ungeprüft herum. ![]() Niseko
Hokkaido, übersetzt: der Nordmeerbezirk, ist die nördlichste der vier japanischen Hauptinseln. Klimatisch gesehen befindet sie sich zwar in einer gemäßigten Monsunzone, doch die Winter sind recht kalt und ausgesprochen schneereich: Kalte, sibirische Luftmassen nehmen regelmäßig große Wassermengen über dem nahe gelegenen Meer auf und lassen sie in Form massiver Niederschläge auf Hokkaido ab. Der Effekt sind wahre Unmengen der weißen Pracht, die sich in dicken Schichten auftürmen – laut Statistik gibt es in den Wintermonaten überhaupt nur 4 – 5 Tage ohne Niederschlag pro Monat! Die Hauptstadt ist Sapporo (so heißt auch die leckerste Biersorte in Japan!) und beherbergt als viertgrößte Stadt Japans auch einen Flughafen (Chitose Airport) – bis Tokyo sind es so nur eineinhalb Stunden Flugzeit anstatt 18 Stunden mit der Fähre!
Während sich also alle Narren schon mal in Faschingslaune saufen, stehen wir am Flughafen Counter in München und versuchen den freundlichen Herrn am Check-In Schalter davon zu überzeugen, unsere 50 Kilo Übergepäck doch bitte kulanterweise „so“ mitzunehmen. „Japan wird doch sowieso noch teuer genug…“ Sapporo empfängt uns mit leichtem Nebel und der Information, dass es schon sei längerem nicht geschneit hat. Der Schnee schichtet sich zwar fast 3 Meter hoch neben der Straße aber alles ist eher nass und fest. Von Powder keine Spur!
Niseko ist das größte und bekannteste Skigebiet auf Hokkaido und umfasst die Orte Annupuri, Hirafu und Higashiyama. Zwar reichen die Berge nur bis auf knapp 1700 m, aber da die Orte alle nur auf ungefähr 200 m liegen, sind Runs mit mehr als 1000 Höhenmetern möglich. Das gesamte Geschehen spielt sich auf einem einzigen, weitläufigen Berg vulkanischen Ursprungs ab, der auf den ersten Blick von Liften geradezu zugepflastert wirkt. Trotzdem erschließen sich unzählige Varianten und Tourenmöglichkeiten in den riesigen, von lichtem Birkenwald bewachsenen Bowls, die auf allen Bergseiten zu finden sind.
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