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Test Review: Skateshoe Nike Zoom One Shot

Sa. 07. Mai 2016, 22:35 Uhr | Redaktion |

Vor einigen Wochen bekam ich die Möglichkeit, mir einen Schuh von Nike SB auszusuchen, um diesen auf Herz und Nieren zu testen und euch mein Resultat zu präsentieren.
Als Liebhaber von Skateschuhen mit dünner, griffiger Sohle und einer Schuhzunge ohne Fütterung, reduzierte sich für mich die Auswahlmöglichkeit auf eine geringe Anzahl von Schuhen. Da der „Nike Zoom SB Stefan Janoski” bereits alle möglichen Tests bestanden hat und sich allseits großer Popularität erfreut, fiel mein Wahl auf den „Nike Zoom One Shot“ in schwarzem Wildleder. Ein eher unauffälliger Schuh, der mir vorher auch noch nicht besonders ins Auge gestochen war.

Nu denn, Bestellung ausgelöst, abgewartet et voilà, die Lieferung mit dem neuen Prachtstück in den Händen gehalten.

Nike Zoom One Shot

Erster Eindruck: ein sehr leichter, schmal geschnittener Schuh, der schlicht und ohne großen Firlefanz durchaus überzeugt.
Die Sohle vulkanisiert, die Naht an der Schuhaußenseite doppelt verstärkt und die Innensohle herausnehmbar, mit leicht vorgeformtem Fußbett und einem dämpfenden Gelpad unter der Ferse. 

Nike Zoom One Shot - Sohle

Flache Schnürsenkel und Löcher ohne Metallringe lassen auf weniger Abnutzung durch Griptapekontakt hoffen.
Der Bund des low cut Schuhs kommt ohne Futter aus. Lediglich an der Ferse ist ein zusätzliches Polster angebracht, was auf bequemen und guten Sitz hoffen lässt.

Erste Skate Session: nicht jeder Schuh sitz vom ersten Moment an bequem am Fuß und ohne hier und da zu zwicken oder zu drücken. Oft ist das neue Material noch etwas hart und die Nähte steif, sodass der Schuh erst eingetragen werden will und sich erst nach und nach an den eigenen Fuß anpasst.
Nicht so beim Nike Zoom One Shot. Der Stoff des Innenschuhs besteht aus einem Stück. Eine Naht gibt es nur an der Verbindung zum Gummiband, das rechts und links die Zunge des Schuhs fixiert. Diese nahtlose „Socke“, das weiche Wildleder, der Bund ohne zusätzliches Futter und das Fersenpolster sorgen dafür, dass der Schuh schon von der ersten Minute an eng und sehr bequem am Fuß sitzt. Eine harte Naht an der Ferse oder eine drückende Fersenverstärkung aus hartem Material... Gott sei Dank, Fehlanzeige.

Nike Zoom One Shot - Ferse

Die erste wichtige Voraussetzung wäre damit also schon mal erfüllt.
Bei einem Skateschuh ist mir neben Tragekomfort besonders wichtig, dass der Schuh Grip hat. Sowohl Sohle als auch Außenmaterial sollten einem ein sicheres und griffiges Gefühl auf dem Board geben.
Die dünne vulkanisierte Sohle des „Nike Zoom One Shot“ sorgt dafür, dass ich schon beim ersten Boardkontakt ein gutes Gefühl für das Board habe. Pushen, cruizen, slappy Tricks und no complies funktionieren bestens. Die ersten Ollies fühlen jedoch noch etwas unkontrolliert an, denn wie ich vermutet hatte, bedarf es auch dieser Sohle einen gewissen Abrieb, bevor sich ein guter Grip einstellt. Allerdings ist das Außenmaterial von Anfang an griffig und Fliptricks gelingen wunderbar. Nach kurzer Zeit ist auch die Schuhsohle ausreichend aufgeraut und schneller als erwartet trage ich einen gut eingefahrenen Skateschuh an den Füßen.

Zwischenbilanz: nach mehr als zehn ergiebigen Skatesessions sitz der Schuh nach wie vor eng und bequem am Fuß. Keinerlei Anzeichen von ausgeleiertem Material, Falten im Innenschuh oder anderen Ärgernissen. Die Sohle ist immer noch in gutem bis sehr guten Zustand und hat nach wie vor guten Grip auf dem Board.
Nun zum essentiellen Part, dem Außenmaterial an dem Schuh, der bei Ollies und sämtlichen anderen Tricks übers Griptape gezogen wird. So langsam zeigt sich ein kleines Loch im Wildleder und die Naht bekommt ihre Fäden weg. Trotz nicht mehr vorhandener Naht geht der Schuh an der Stelle nicht auseinander. Es macht praktisch kein Unterschied, ob die Naht vorhanden ist oder nicht, denn neben doppeltem Vernähen wurde der Übergang von Vorder- zu Hinterschuh auch noch geklebt. Ein nachträgliches Kleben der abgewetzten Naht mit Shoe Goo, um ein aufklaffendes Loch zu vermeiden, entfällt.

Finale Erkenntnis: nach weiteren Sessions auf unterschiedlichstem Terrain, wie Minirampe und Street mit etwas Gap sowie zweimaliger Erneuerung des Griptapes auf meinem Board, behält der Schuh weitestgehend die enge und bequeme Passform. Die Schnürsenkel sind nach wie vor gut geschützt und werden nicht durchgescheuert. 

Auch die Sohle ist noch in gutem Zustand ohne sonderlichen Abrieb oder Verlust von Grip.

Text: Martin Langenhuizen

 

 

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