Skate & Surf in Moliets mit Freistil-Reisen und boardmag E-Mail
Geschrieben von Joe Beckert   
Friday, 12. August 2005
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Beitragsinhalt
Skate & Surf in Moliets mit Freistil-Reisen und boardmag
Seite 2
Bericht und Video: Joe Beckert
Bilder: Joe Beckert (JB) und Marius Pierenkemper (MP)



Guten Morgen, Till! (JB)

2 Videos mit Camp-Party und Skate-Footy bei den Skateboard Video Downloads

Das war mal ein cooler Trip! Mit meinem Bruder Till, Thomas Langenhuizen und Moritz Mendel nach Moliets/Frankreich an die Atlantikküste zwischen San Sebastian und Bordeaux. Eingeladen hatte uns der großzügige Reisveranstalter Freistil Reisen. Die Jungs sind Experten wenn es in der warmen Jahreszeit ans Meer gehen soll, um einen sorglosen Surf- und Beach-Urlaub zu verbringen. Da kamen wir „Skateboarder“ gerade recht, um den lustigen Haufen zu bereichern.
Doch alles begann am Freitag den 23.7.05 in Freiburg.


Thomas Langenhuizen, Backside Tailslide in San Sebastion (JB)

Ich hatte meine letzten Einkäufe in der City gemacht und mich massig mit Filmen, Mini DV-Tapes und Super8 Filmen eingedeckt, da merkte ich auch schon: Shit, Mann du bist mal wieder viel zu spät dran. Also zu hause alles planlos in den Travelbag geschmissen, Photobackpack gepackt, Skateboards fest verzurrt, Schlafsack irgendwie oben drauf und los zur Staßenbahn, die mich gerade noch rechtzeitig am Hauptbahnhof absetzte. Am Bahnsteig warteten schon die tapferen Mitstreiter und, welch Überraschumg, meine Mum mit einem Fresspaket für die Reise. Das kam natürlich gerade Recht, Danke!


Joe himself, Extension Feeble Grind

Im Zug nach Kaiserslautern, trafen wir dann auf das erste Highlight dieser Reise: eine durchgeknallte Truppe Amis, die auf Sauftour durch Deutschland waren und mir erst einmal zwei Bier per Trichter und Schlauch verpassten, was durchaus seine Wirkung auf mich hatte. Gut gelaunt kamen wir in Kaiserslautern an und enterten den dicken Reisebus, der uns und die bereits anwesendneParty Crew ans Meer bringen sollte.
Die Busfahrt verlief auch entsprechend reibungslos, wenn auch anstrengend.


Thomas, Till, Joe: ein klassisches Urlaubsbild

Etwas gerädert, aber glücklich endlich da zu sein, beschlossen wir am nächsten Mogen gleich dem Meer einen Besuch abzustatten. Prima Idee an sich, wenn man danach nicht vor lauter Erschöpfung am Strand in der prallen Sonne einpennt. Dümmer geht's nicht! Als wir abends ins Camp zurück schlichen, zeigten sich schon die ersten roten Stellen auf unserer Haut. Am nächsten Tag wurde dann das ganze Ausmaß sichtbar. Sonnenbrand konnte man das wirklich nicht mehr nennen, eher Verbrennungen 2. und 3. Grades. Besonders hart hatte es Moritz erwischt. Sein Körper war von dicken Brandblasen übersäht. Besonders die in der Kniekehle machten jeden Schritt zur Hölle. An Skaten war also bei ihm nicht zu denken und so konzentrierte er sich eher aufs abendliche Party machen mit einer anderen Reisegruppe aus Freiburg, der u.a. der Freiburger Bus-Bahnhof-Skate-Local Julian Wenz angehörte.


Till Beckert, Frontside Rock auf die andere Art in Cap Bretone. (JB)

Am dritten oder vierten Abend muss es wohl so dermaßen zu Sachen gegangen sein, dass die Party-Crew angeblich zu Unrecht unter schweren Beschuss von Pfefferspray geriet. Einige der strengen Securities des Campingplatzes hatten da wohl überreagiert. Das Ende vom Lied war dann, dass Moritz so übel gepfeffert wurde, dass er am nächten Morgen mit den anderen Jungs den Campingplatz verließ. Zugeschwollene Augen und Nase, und die schmerzenden Brandblasen, war dann doch zu viel.


Kniffliger Wallride Transfer von Thomas Langenhuizen in Cap Bretone (JB)

Thomas, Till und ich hingegen hatten etwas mehr Glück mit den Auswirkungen des verheerenden Nickerchens am Strand und waren nach einigen Tagen wieder einsatzbereit. Camp-Cheffe Nils stellte uns dann freundlicherweise auch ein Auto zur Verfügung, und so begaben wir uns tagsüber auf Spotsuche. Im benachbarten Billabong-Camp trafen wir auf den Photograph und Skateboarder Marius aus Münster, der uns bei dem ein oder anderen Trip begeleitete. Manche Abende verbrachten wir im angrenzenden Skatepark um den interessierten Kids aus unsererm Camp das Skateboarden etwas näher zu bringen. Meist kamen wir jedoch erst spät abends von unseren Skate-Touren entlang der Atlantikküste zurück.


Heißen London Gaps in Frankreich auch so? Auch wenn sie Bestandteil der Architektur von Bordeaux sind? Thomas L, Kickflip (JB)

Vor allem im südlichen Teil bei Bayonne und Biarritz wurden wir schnell fündig. Im Skatepark von Bayonne trafen wir glücklicherweise auf den freundlichen Local Dimitri, der uns drei wirklich lohnenswerte Spots zeigte, u.a. auch das 11er Rail, welches Thomas per Ollie over bezwang. Als wir am vorletzten Tag noch einmal in den Skatepark von Bayonne zurück kehrten, trafen wir auch Dimitri wieder. Die ganze Stadt befand sich im Ausnahmnezustand, da soeben der Startschuss für ein fünftägiges Baskenfest gefallen war. Die Straßen waren übersät mit fröhlichen Menschen, die stolz ihre weiße Baskentracht mit der roten Scherpe trugen. Auch die Skateboarder im Park waren entsprechend gekleidet, was sie aber nicht vom Shredden abhielt.


Till, Swizzle Front Boardy in Bordeaux (JB)

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