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    CD Review: Torpedo Boyz - Cum On Feel The Boyz E-Mail
    Geschrieben von Julian van Daal   
    Freitag, 08. Juni 2007
    466 mal gelesen   

    Band:
    Torpedo Boyz
    Album: Cum On Feel The Boyz
    Label:  Lounge Records

    Betont lässig stellt man sich und seine Mitglieder mit neudeutschen Wortwitzen vor, was einen das Ganze nicht ganz ernst nehmen lässt. Wer den Drum-Festival-Guide zum letztjährigen Hurricane oder Southside gelesen hat, weiß was ich meine, der Rest hat sicher nichts verpasst.

    torpedo_boys_cum_on

    Aber nun zur Band selbst. Angeführt von den DJ’s Kentastic und Rollin Hand turnen an den Mikros ein Puerto Ricaner und ein Japaner rum, der Bassist steht ausdrücklich nicht mit auf der Bühne. Muss man nicht verstehen. Während man weder von der Band selbst noch von den einzelnen Protagonisten je etwas gehört hat, kommt einem der Sound, hat er erstmal den Weg aus der wirklich trashigen (sprich: hässlichen) CD-Hülle gefunden, irgendwie doch bekannt vor. Der Opener, „Japaneeze Boyz“ (man achte auf die hippe Schreibweise) klingt wie eine Eins-Zu-Eins Kopie von Stefan Raabs „Hier kommt die Maus“, und man fragt sich unwillkürlich, weshalb im beiliegenden Text die Songs als so textraffiniert angepriesen werden, wenn man entweder nur japanischen Rap, den man eh nicht versteht, oder Einzeiler wie „two japanese boys like it chunky“ im Ohr klingen hat.

    Insgesamt ist das ganze Album eine Art Disco, mit ruhigen und schnellen Parts, leider nie wirklich mitreißend und eher simpel gestrickt. Wer den Teil mit der Stefan Raab Imitation nicht glaubt wird am Ende des Albums durch einen weiteren gleich klingenden Song bekehrt, generell kommt irgendwie ein eintöniges Gefühl auf, weil alle Songs sich im Großen und Ganzen hauptsächlich durch die Sprache, in der gesungen oder gerappt wird, unterscheiden. Angekündigt als der „Learjet der Independent-Clubmusik“ können die Torpedo Boyz ihr rasantes Portfolio leider nicht bestätigen und lassen sich vielleicht höchstens noch als Loungemusik verarbeiten- natürlich eher auf leiser Lautstärke. Fazit: Wer auf alten Disko steht, den man so schon oft gehört hat (mit Ausnahme von ab und zu japanischem Text), und auf nicht allzu viel Abwechslung steht, kann hier zugreifen, der Rest bleibt am Rechner und wartet die nächsten Reviews ab, wo wirkliche Clubgötter u.a. aus dem Ed Banger Schuppen unter die Lupe genommen werden.





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