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Killing the Dream
"Fractures"
CD, Deathwish Inc.
We walk in circles, we love in
circles. We talk in circles, we live in circles. I can’t live like
this. I can’t keep living this. We’re always moving on, always
moving back. Back to the same place, so familiar, but it isn’t home
just where we come to forget. How many times can you write the same
song in a different way? How many times can you live the same life on
a different day? My heart is dry. This is my last breath, this used
to be everything, I gave everything.
Elijah Horner, der
Frontmann von Killing The Dream, klingt in diesen Zeilen irgendwie
verzweifelt. Und dennoch hat die kalifornische Vorzeigeband ihre
neuen Inspirationen wieder auf CD gepresst und outet sich damit
erneut als eine der authentischsten und begeisterungsfähigsten
Hardcorebands, die passionierter nicht klingen könnte. Die Jungs
wollen dem Hörer ein positives Gefühl vermitteln und mit
ihren Lyrics eine Prise Hoffnung in die teilweise recht hoffnungslos
erscheinende Welt hauchen. Musikalisch betrachtet könnte man die
Musik, die hier aus 12 Songs und einem Intro besteht, am ehesten als
eine innovative Mischung aus Bane, Comeback Kid, Unbroken und Chain
Of Strength bezeichnen. Killing The Dream gehen nämlich mit
derselben Energie zu Werke, die die Stärke des Hardcore
untermalt. Seit Killing The Dream bei Deathwish unter Vertrag sind
geht es ohnehin steil bergauf für die Jungs. Schon ihr Album “In
Place Apart” wurde von der Alternativen Musikpresse als eines der
weltweit besten Releases 2005 betitelt.
Bis “Fractures” fertig
war hat es mehr als ein Jahr gedauert. Und die Band geht immernoch
sehr ordentlich zur Sache, wirbelt das Haupthaar des Hörers
gleich beim ersten richtigen Track nach dem Intro namens Part II
sowas von durcheinander, das man sich vorkommt wie in einem
Gewittersturm. Die elektrisch geladene Atmosphäre, die von dem
emotional ansprechenden Track in den Raum gestellt wird, erzeugt
Erfurcht und Hingabe. Und von diesem Zeitpunkt an explodiert
“Fractures” dann auch förmlich. Eine gewaltige Härte
und rohe Melodien suchen die Gehörgänge des Hörers
heim und fräsen Hammer und Amboß fein säuberlich
zurecht. Aber es gibt auch immer wieder ruhige Momente, in denen der
Sänger heiser und angepisst seine Texte unters Volk bringt und
seinem Seelenschmerz freien Lauf lässt. Ab und an kommen
Gedanken an Gainesville-Bands hoch (“Resolution”), die eine
ähnliche Kratzbürstigkeit an den Tag legen. Abgerundet wird
der Silberling von einem absolut oberschicken Artwork, welches in
schlichten Farben zu beeindrucken weiß.
FAZIT: Es mag
sich vielleicht überzogen anhören, aber für mich ist
“Fractures” definitiv eines der besten, intensivsten,
druckvollsten und ehrlichsten Hardcorealben des Jahres 2008. Das hier
sind Melodien, die unter die Haut gehen und Hardcore, wie er Herz und
Hirn anspricht. Absolut groß und frei von irgendwelchen
Modetrends. So muss Hardcore im Jahr 2008 klingen, roh, mit Tiefgang
und auf den Punkt gespielt! Es bleibt also spannend…
You’re
all welcome…
Killing The Dream Website
Deathwish Inc. Website
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